Die Kanutour von Neuhausen nach Basel – Rückblick auf die 3. Etappe

„Auf anstatt neben dem Rhein“ war das Motto der diesjährigen gut 100 Kilometer langen Etappe vom 24. -28. August dieses Jahres, an der 25 Schülerinnen und Schüler der 3. Oberstufe aus Neunkirch sowie vier begleitende Lehrpersonen teilnahmen.

Dank dem vorgängig durchgeführten Schnupperpaddelnachmittag, an dem ein Grossteil der Schülerinnen und Schüler schon erste Paddelerfahrungen gesam-melt hatte, kam man von Beginn weg zügig voran und erreichte die Etappenziele mehrheitlich ohne Probleme. Der Paddelrhythmus wurde einzig durch eines der zahlreichen Wehre unterbrochen, die – trotz scheinbar naturnahen, da mehr-heitlich bewaldeten Ufern – immer wieder vor Augen führten, wie stark der Mensch in den natürlichen Lauf des Rheins eingegriffen hat. Das Nahen einer Staustufe war jeweils bereits mehrere Kilometer im Voraus spürbar, reduzierte sich doch die Fliessgeschwindigkeit des Rheins markant – ein Effekt, der durch den tiefen Wasserstand zusätzlich verstärkt wurde. Bei einem der insgesamt zehn unpassierbaren Wehre angekommen,  mussten die Kanus mittels Trans-portwagen befördert werden –  entweder auf maschinell und auf Schienen oder von Hand.

In Erinnerung bleiben werden nebst vielen anderen Eindrücken mit Sicherheit :

  • der „Koblenzer Laufen“, eine Stromschnelle, die aus Sicherheitsgründen in grossen Rafts durchfahren wurde, was eine willkommene Abwechslung dar-stellte. Leider gab es aufgrund der geringen Wassermenge etwas weniger „Action“, als sich die meisten gewünscht hätten.
  • die Strecke nach Waldshut, blies doch der Westwind derart stark entgegen, dass die Wellen Schaumkronen trugen. Die verbleibenden drei Kilometer bis zum nächsten Wehr in Dogern forderten den Teilnehmenden letztlich alles ab und sowohl Physis als auch Psyche wurden hart auf die Probe gestellt.
  • der gemütliche Morgen in Murg, an dem während zwei Stunden allerlei «Wasser-gefährte» von Hochrhein-Kanu nach Lust und Laune ausprobiert werden durften.
  • der idyllische Campingplatz in Schwörstadt, wo unter Lichterketten eine Nacht in einem Tannenwäldchen direkt am Rhein verbracht wurde.
  • das letzte Teilstück vor dem Kraftwerk Kaiseraugst, als es während einer guten Viertelstunde wie aus Kübeln regnete, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat.
  • Egon Mutter, alias «Homie»,  unser Kanuguide von Hochrhein-Kanu, der mit seiner ruhigen und positiven Art nicht nur vom Leiterteam sondern ganz besonders auch von den Schülerinnen und Schülern sehr geschätzt wurde.

Wir sind äusserst glücklich, dass wir trotz Corona-Zeiten unsere dritte und letzte Rheinetappe in der Schweiz – wiederum bei mehrheitlich tollem Spätsommer-wetter – erfolgreich durchführen konnten. Einmal mehr sind wir aber auch stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler, die Durchhaltewillen bewiesen und gezeigt haben, dass sie Herausforderungen annehmen und bewältigen können.

Ein grosses Dankeschön gilt Walter Denz und Egon Mutter von Hochrhein-Kanu in Murg, die mit ihrer unkomplizierten und engagierten Art massgeblich zu diesem tollen Erlebnis für alle Beteiligten beigetragen haben.

Für die Abschlussetappe, eine gut 900km lange Radtour von Basel nach Hoek van Holland haben sich 21 von 26 Schülerinnen und Schüler bereits angemeldet. Sie verzichten dafür freiwillig auf eine Woche Ferien und verlassen ihre Komfort-zone erneut für zwei Wochen zugunsten von ungewissen Erfahrungen und Erlebnissen, die – und da sind wir zuversichtlich – ebenso vielseitig und positiv sein mögen wie alles, was wir bisher zusammen erleben durften.

Rico Diethelm, im Namen des Leiterteams*, 21.9.2020

* Kerstin und Reana Hänseler, Beat De Ventura, Stefan Bigger und Rico Diethelm

 

 

 

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